Redaktionelle Grundsätze

Wie wir lesen und schreiben

Wie wir belegen, deuten, korrigieren und mit digitalen Werkzeugen umgehen.

Quellen und Belege

Jede historische, soziologische, psychologische, medizinische, rechtliche oder statistische Aussage wird vor der Veröffentlichung geprüft. Die Quellen erscheinen am Ende jedes Beitrags: Titel, Einrichtung, Datum, URL. Ein Quellentitel, der plausibel klingt, ist kein Beleg; wir öffnen und prüfen, was wir nennen.

Biblische Zitate folgen einer einfachen Regel: Ohne schriftlich bestätigte Rechte an einer deutschen Übersetzung geben wir Versangaben und eine eigens formulierte, deutlich gekennzeichnete Lesefassung der Redaktion wieder. Eine Lesefassung wird nie als Bibelwortlaut ausgegeben.

Deutung und Pluralität

Wir unterscheiden: Was sagt der Text? Was lässt sich historisch stützen? Was schlägt eine Deutung vor? Was könnte ein erster Schritt im Alltag sein? Wo verantwortliche Lesarten auseinandergehen, wird das benannt statt eine einzige Auslegung zu behaupten. Fachbegriffe werden einmal erklärt und dann gewöhnlich verwendet.

KI und Autorschaft

Wir setzen bei Recherche, Verifikation und Fehlerprüfung digitale Werkzeuge ein. Jede Aussage bleibt jedoch mit einer geprüften Quelle verbunden, und jede Textentscheidung liegt bei der Redaktion. Wir veröffentlichen keine KI-Texte ohne menschliche Prüfung und keine Texte, die wir nicht gegenüber ihren Quellen verantworten können.

Woran KI-Texte in unseren Augen scheitern

Wir prüfen unsere eigenen Entwürfe auf diese Zeichen: leere Allgemeinplätze über die Moderne, dreifache rhetorische Reihen, mechanische Übergänge, Absatzende, die nur zusammenfassen, unverblümte Autoritäten ohne Quelle, aufgeblähte Formulierungen, einheitliche Satzmuster und den Eindruck, als würde alles über einen Kamm geschoren. Solche Sätze werden gestrichen oder neu geschrieben.

Korrekturen und Transparenz

Wenn wir einen Fehler feststellen, korrigieren wir ihn und vermerken die Änderung im Beitrag: was sich geändert hat und wann. Korrekturhinweise sind sachlich und ohne Verteidigungsrede. Fachliche Ergänzungen, die von Leserinnen und Lesern belegt werden, prüfen wir auf demselben Weg wie unsere eigenen Aussagen.

Bilder

Bilder entstehen eigens für dieses Magazin, meist als fotorealistische Arrangements ohne Menschen und ohne lesbare Schrift. Sie werden beschriftet, wenn eine Beschriftung hilft, und sind keine historischen Dokumente, sofern nicht ausdrücklich angegeben. Menschen werden nicht gezeigt, weil wir niemanden für unsere Beiträge ins Bild setzen, ohne dass jemand dazu eingewilligt hat.

Unabhängigkeit

St. Clemens Rheda enthält keine bezahlten Beiträge, keine Anzeigenverträge mit inhaltlichem Einfluss und keine Werbetracking. Empfehlungen auf Mitmachen betreffen unabhängige Organisationen ohne formelle Partnerschaft. Bezahlte Inhalte, falls sie jemals erscheinen, werden klar gekennzeichnet.

Ihre Unterstützung

Hinweise auf Fehler, Quellen oder denkbare Lesarten sind ausdrücklich willkommen: hallo@st-clemens-rheda.de.

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